. Fortsetzung, Teil 5
„Die 2. Hürde der Quellengeschichte – und die Baugenehmigung“
Nachdem ich, als unverhoffter aber ernsthafter Investor, der steirischen Regierung präsentiert wurde, ist eine Gegenstrategie gegen Rogner mit massiven Interventionen der Nachbargemeinde Bad Waltersdorf, unterstützt von etlichen Landtagsabgeordneten, Hofräten und Angestellten der Landesregierung, eingeleitet worden.
Aber wieder hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Diesmal war ich der Wirt. Ich hatte rund um die Quelle bereits Grundstücksoptionen im Ausmaß von ca. 40 ha mit 24 Bauern gesichert. Damit war eine geplante Ableitung des Thermalwassers nach Bad Waltersdorf ad absurdum geführt, weil dies nur mit meiner Zustimmung oder sprichwörtlich nur über meine Leiche erfolgen hätte können. Aber zum Sterben war ich trotz heftigster Interventionen nicht bereit.
Die Aktionen der Akteure waren somit ein Schlag ins Wasser, und das Wasser war sehr heiß: 110° C. Da haben sich so manche Akteure sprichwörtlich die Finger verbrannt.
Ein letzter Versuch, wenigstens das Grundstück der Bohrung für das Land zu sichern, ist ebenfalls gescheitert, weil dieser Grundbesitzer, Familie Posch, die Absicht des Landes, eine Thermenentwicklung zu verhindern, durchschaut und mir dieses letzte zur Verwirklichung der Therme erforderliche Grundstück verkauft hat. Damit war allen klar geworden, dass ich diesbezüglich nicht mehr zu „verhindern“ war.
Aber das Land Steiermark musste ja noch die Baugenehmigung zur Thermenentwicklung erteilen. Es wurden steirische Unternehmen, das Konsortium Ast-Porr eingeladen, ein Gegenprojekt zu meinem vorzulegen. Letztlich wurde ich mit dem Konzept Hundertwasser zum Sieger erklärt. Gegen Rogner mit dem Hundertwasser Konzept war dann kein Kraut mehr gewachsen. Die 1. Baugenehmigung wurde am 31.08.1993 erteilt.
Besichtigung des Baugeländes durch Friedensreich Hundertwasser und Familie Rogner.
28. November 2007
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