10. Oktober 2007

Das Projekt Blumau – ein Hürdenlauf beginnt

Friedensreich Hundertwasser hatte also in ein gemeinsames Thermenprojekt in Blumau eingewilligt. Als erste Reaktion darauf warf ich eine bereits fertige Planung „Bad Blumau“, welche auf ein steirisches Thermendorf mit Dreiseit-Höfen ausgerichtet war, in den Papierkorb. Die ursprüngliche Intention ging nämlich in Richtung meiner Bauerndörfer in Kärnten („Seeleitn“, „Schönleitn“, „Unterkirchleitn“, „Oberkirchleitn“, „Sonnleitn“), die ich bereits sehr erfolgreich umgesetzt hatte. Bei diesen Hoteldörfern trug ich alte, unbewohnte Holzbauernhäuser aus ganz Österreich ab und baute sie zu neuen Wohneinheiten für Touristen wieder auf. Unter Einbeziehung alter, traditioneller Baukultur ging die Idee davon aus, in Ferienregionen nicht höher zu bauen, als es die Vegetation vorgibt. Diese Vorhaben fanden weltweite Beachtung, und Regierungen von Bulgarien, Kuba bis Alaska luden mich in Folge ein, Tourismusprojekte in ihren Ländern zu entwickeln und zu bauen.

Nachdem Friedensreich Hundertwasser ja kein Architekt war, wurde ihm neben unseren Fachleuten der Architekt Peter Pelikan zur Seite gestellt, mit dem er zuvor schon einige Projekte realisiert hatte. Ein so großes Bauwerk kann man jedoch nicht am Reißbrett erfinden und planen. Daher musste zuerst ein Modell im Maßstab 1:100 und danach ein Ausführungsmodell im Maßstab 1:50 gebaut werden. Wochenlang und in hunderten Arbeitsstunden brachte Meister Hundertwasser dann alle seine Ideen und Details in dieses Modell ein. Im Mittelpunkt seiner Überlegung stand dabei eine Philosophie: Bauen im Einklang mit der Natur.

Die Modelle sind im Rogner Bad Blumau zu besichtigen.



... Fortsetzung der Geschichte folgt in meinem nächsten Newsletter ...

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